Jeden Tag geht es ein Stückchen bergauf

(5/5) - Persönliche Bachblütenmischung für Katzen
Ellen (Maverick)

Guten Morgen Tom,

nun habe ich gerade ein bisschen Zeit um Ihnen zu schreiben, wie es mit meinem Kater Maverick läuft.

Auch wenn die Tropfen schnell angekommen sind, kam es mir vor als wäre es schon zu spät gewesen. Er hatte schon tagelang nichts mehr gegessen und interessierte sich für niemanden mehr, weder für mich noch für die anderen Tiere. Er verschwand ständig und versteckte sich unter Decken, in Ecken oder irgendwo, wo es klein und dunkel war. Er war sehr ängstlich, erschrak selbst über die kleinsten Dinge und das war ziemlich traurig. Ich hatte einfach keinen Zugang mehr zu ihm.

In den ersten drei Tagen hatte er nicht mal mehr getrunken. Es gab keine Möglichkeit, ihm die Bachblüten zu geben. Und es mit Gewalt zu tun war auch keine Option, er ist schließlich eine Wildkatze. Also wild und nicht sozialisiert.

Dann entschied ich mich – ich hatte das irgendwo gelesen – ihm die Tropfen in seinen Nacken zu träufeln, während ich ihn streichelte (falls ich ihm mal näher kommen konnte). Das habe ich so oft wie es ging gemacht, auch wenn es insgesamt vielleicht 4 Mal am Tag war. Wie bei den Tropfen gegen Flöhe.

Nach drei Tagen fing er wieder an zu trinken, und ich gab ihm die Tropfen in sein Trinken. Trotzdem bekam er weiterhin ein paar Tropfen in den Nacken, da er nur morgens ein bisschen trank. Nach einer Woche Einnahme kann er plötzlich eines Morgens ins Wohnzimmer. Er hatte schon acht Tage nichts mehr gefressen und man konnte ihm ansehen, wie schwach er war. Doch er saß an seiner Futterstelle und leckte einen Teelöffel ab, auf den ich etwas Soße von seinem Katzenfutter gegeben hatte. Er dachte an dem Tag, es wäre genug, doch für mich war es das Zeichen, dass er anfing auf die Tropfen zu reagieren.

Am nächsten Tag aß er einen Teelöffel mit Dosenfutter, und am nächsten Tag war es ein Esslöffel. Nachdem er also zehn Tage nichts mehr gefressen hatte, kam er langsam wieder zu sich. Nachdem er eine Woche lang nur kleine Häppchen zu sich nahm, hatte er einen Rückfall. Doch das dauerte nur drei Tage und danach fraß er wieder weiter, in kleinen Portionen. Seine Depression ist wie bei uns Menschen: zwei Schritte vorwärts, einen zurück. Man kennt das ja…

Mittlerweile geht es ihm ein bisschen besser. Jeden Tag sehe ich, wie er eine seiner alten Gewohnheiten wieder aufnimmt, die er schon monatelang nicht mehr hatte. Einfache Sachen wie trinken aus dem Wasserhahn, das Suchen alter Schlafplätze, wieder zu miauen oder meine andere Katze abzulecken. Er geht wieder raus und sitzt in der Sonne, neulich kam er sogar zu mir und setzte sich auf meinen Schoß. Jeden Tag geht es ein Stückchen bergauf. Er müsste lernen, wieder mehr für sich selbst einzustehen, doch das kommt bestimmt eines Tages. Es war ein weiter Weg bis hierhin, doch er hat es geschafft.

Ich bin sehr glücklich mit den Bachblüten. Das hat mich 5 Lebensjahre gekostet (lächeln). Es war sehr frustrierend und hat mir viel abverlangt. Ich weiß, dass er vermutlich auch auf meine Probleme der letzten Monate reagiert hatte. Und meine neue Katze war vermutlich dann das Tüpfelchen auf dem i. Ich weiß auch, ich muss positiv eingestellt bleiben, denn er orientiert sich an mir. Doch es ist leichter gesagt als getan, sich keine Sorgen um sein „Baby“ zu machen. Ich konnte dabei zusehen, wie er auf den Abgrund zusteuerte und konnte nichts tun, um ihm zu helfen. Aus eigener Erfahrung weiß ich nur zu gut, wie sich eine Depression anfühlt. Ich konnte mir also vorstellen, wie er sich gefühlt haben muss. Und dadurch wuchs mein Frust nur noch mehr.

Zum Glück ist alles gut ausgegangen. Wir sind noch nicht am Ziel, doch ich weiß, das braucht Geduld. Ich gebe ihm weiterhin die Tropfen in sein Fressen, noch ein paar Monate lang. Depressionen verschwinden nicht so schnell. Und ich kann besser damit umgehen.

Tom, ich danke Ihnen für Ihre Hilfe. Ich bin sehr glücklich darüber, wie schnell Sie mir geholfen haben. Ich halte Sie auf jeden Fall auf dem Laufenden.

Hoffentlich ist es bei Ihnen auch so schön sonnig und warm wie hier und Sie können den Tag genießen!

Grüße,

Ellen


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